Sexualstrafrecht

Sexualstrafverfahren sind regelmäßig mit einer Stigmatisierung für den Beschuldigten verbunden. Diese reicht von der sozialen Isolierung und dem Aufbrechen jahrelanger Beziehungen bis zur vorverurteilenden medialen Berichterstattung. Jedoch sind die erhobenen Vorwürfe keineswegs immer zutreffend. Die Quote der Falschbelastungen ist bei Sexualdelikten verhältnismäßig hoch. 

Insbesondere beim Vorwurf des sexuellen Mißbrauchs von Kindern kommt es in manchen Fällen zu unzutreffenden Anschuldigungen, weil die Befragung des Kindes suggestiv erfolgt. Ausgangspunkt solcher Befragungen ist oft eine Verhaltensauffälligkeit des Kindes, für die es jedoch zahlreiche andere Gründe als einen Mißbrauch geben kann.

Trifft der Tatvorwurf zu sollte jede weitere Belastung des Opfers vermieden werden. Dieses Vorgehen wird strafmildernd berücksichtigt.

Oft stehen sich in Sexualstrafverfahren jedoch die Aussagen des Opfers und des Angeklagten konträr gegenüber, sodaß fundierte aussagepsychologische Kenntnisse unabdingbare Voraussetzung für eine effektive Verteidigung sind. Gleiches gilt für die Möglichkeiten eines Beweisantrags auf eine aussagepsychologische Begutachtung und die Würdigung eines solchen Gutachtens.

Teilweise muß in der Hauptverhandlung durchgesetzt werden, daß die Vernehmung des Opfers ausreichend detailliert erfolgt, um eine fundierte aussagepsychologische Würdigung zu erlauben. Hierbei darf das Opfer nicht unnötig belastet oder retraumatisiert werden. Jedoch müssen Widersprüche und begründete Zweifel aufgeklärt werden, um die Rechtsstaatlichkeit des Verfahrens zu gewährleisten.

Strafverteidiger Berlin Torsten Hildebrandt

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